Dortmund überrascht. Dich.

IEC Smart Cities Workshop 2018 - Herausforderungen bei Verkehr, Energie, Gesundheit, Bildung und Infrastruktur

Vor zwei Jahren machten sich die internationalen Experten des IEC System Komitee Smart Cities auf den Weg, um gemeinsame Standards für die Städte der Zukunft festzulegen. Vom 29. Januar bis 2. Februar  trafen sich die rund 60 Fachleute auf Initiative der DKE Deutsche Kommission Elektrotechnik Elektronik Informationstechnik in DIN und VDE erstmals in Deutschland zu einem weiteren Austausch.  „Was brauchen Städte heute? Wie können wir bestehende Infrastrukturen weiter entwickeln und modernisieren?“, fragte sodann Kevin Behnisch, Bereichsleiter Technology und Mitglied der Geschäftsführung bei der DKE, im Dortmunder Rathaus die Teilnehmer.

Smart City Aktivitäten global

Dies herauszufinden gehörte zu den Aufgaben der Teilnehmer. Für sie ging es am 30. Januar besonders praxisnah zu. Der eintägige Workshop setzte auf Information, Diskussion und Austausch. Auf der Agenda standen zahlreiche Fachvorträge und Beispiele aus der Praxis. Zum Auftakt der Veranstaltung gab Joachim Schonowski von der Deutsche Telekom AG – Telekom Innovation Laboratories - einen Überblick zu Smart City Aktivitäten in Deutschland und Europa. Robert Grüneis, Geschäftsführer der Aspern Research GmbH, stellte eine Zukunftsforschung zur Energie am Beispiel der Stadt Wien vor. Kurt Pommerenke von der Wirtschaftsförderung Dortmund ordnete das Thema für die Gäste aus aller Welt regional ein und stellte den Veranstaltungsort näher vor. Durch das Tagesprogramm führte Michael Mulquin (UK Chair von IEC), der selbst auch einen systemischen Smart City Ansatz präsentierte.

Bevor es in die Details der Systematik ging, die auch Gennaro Ruggiero von der IEC International Electrotechnical Commission in zwei Vorträgen vorstellte, blieb den Teilnehmern Zeit für neue internationale Kontakte und eine gemeinsame Zusammenarbeit. Die zufällig zusammengestellten multinationalen Teams erarbeiteten eigene neue Ansätze, die zu den geplanten Smart Cities Standards führen sollen. Die Bedürfnisse und  Herausforderungen moderner Städte formulierten sie in Gruppenarbeit, die sie den Teilnehmern präsentierten.

Mobilität entscheidet Zukunft von Städten

Die Vertreter aus China, Japan, USA, Indien, Brasilien oder Europa sehen gemeinsame Herausforderungen: Mobilität und Verkehrssysteme sind in fast allen Ländern ein großes Thema. Ebenso Umweltfragen, wie sauberes Wasser und saubere Luft. Neben Arbeit, Bildung und Infrastruktur geht es auch um Fragen der Energiegewinnung und Nutzung. Mit dem technologischen Fortschritt und der damit verbundenen digitalen Urbanisierung sind große Herausforderungen verbunden, denn die Entwicklung von Städten schreitet weltweit rasant voran. Handlungsbedarf sehen die Fachleute der DKE auch in einem weiteren Aspekt: „Für mich spielt auch die Sicherheit von solchen Systemen bei Notfällen oder Kommunikationsausfällen eine große Rolle“, betonte Kevin Behnisch. Ohne Elektrizität gibt es nämlich auch in Zukunft keine Smart City.

Das Smart City System Komitee fokussiert sich deshalb auf Standards zu strategischen Leitlinien und Erfahrungsbeispielen. Weitere Treffen der internationalen Experten folgen noch in diesem Jahr in den USA, Südkorea und Indien.