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„Sieben im Glück“: Mit dem Service Center lokale Arbeit in den 1. Arbeitsmarkt - EDG-Verbund schafft sieben Arbeitsplätze

Die knapp einjährige Zusammenarbeit wird jedoch aus weiteren Gründen sehr gut bewer-tet: Von den 41 im Rahmen des Programms geschlossenen Arbeitsverträgen wurden nur 15 Prozent vorzeitig beendet. Damit liegt die Abbruchquote unter der von 20 Prozent, mit der die Projektbeteiligten im Durchschnitt rechnen. Zudem lobt man im EDG-Verbund die gute Zusammenarbeit und den regelmäßigen Austausch zwischen Stadt, Wirtschaftsförde-rung und Jobcenter sowie die Arbeit der Jobcoaches. Diese kümmern sich intensiv um die Beschäftigten – vor allem zu Projektbeginn in Einzelgesprächen. Sie stehen den Mitarbei-tern aber auch im Jahresverlauf zur Seite.


EDG-Arbeitsdirektor Bastian Prange resümiert: „Von der guten Zusammenarbeit aller Betei-ligten profitierten in erster Linie die Beschäftigten im Förderprogramm. Wer lange arbeitslos war, benötigt beim Einstieg in das Arbeitsleben Unterstützung. Die hat sich offensichtlich bewährt, wie die geringe Abbruchquote und die Übernahme von sieben motivierten Mitar-beitern in feste Arbeitsverhältnisse belegen. Als kommunales Unternehmen nehmen wir un-seren Auftrag, Arbeitsplätze mit guten Arbeitsbedingungen zu schaffen, natürlich sehr ernst. Das Förderprogramm SCA unterstützt uns, diesem Auftrag gerecht zu werden.“


„Ich habe sehr viel dazugelernt und hatte während meiner Einsätze draußen viel Spaß. Nun kann ich meine Erfahrung in meinem neunen Aufgabenbereich bei der Grünpflege nutzen. Das Förderprogramm hat mir die Möglichkeit gegeben aus der Langzeitarbeitslosigkeit zu kommen. Mein Arbeitsvertrag macht mich sehr glücklich!“, sagt Björn Kurth, der seinen neuen Arbeitsvertrag während der Pressekonferenz unterzeichnete.


Die Stadt Dortmund und 14 weitere Großstädte forderten bereits 2015 mit dem Positions-papier „Neue Wege aus der Langzeitarbeitslosigkeit“ eine grundsätzliche Neuorientierung der Arbeitsmarktförderung für Langzeitarbeitslose in Deutschland. Das Land NRW hat diese Forderung aufgegriffen und Modellprojekte zur Integration von Langzeitarbeitslosen in den Arbeitsmarkt in NRW entwickelt. Das NRW-Arbeitsministerium fördert das Projekt „Service Center lokale Arbeit“ seit Juni 2017 mit 5,5 Millionen Euro. Ziel des Projektes ist die Ver-mittlung von 210 langzeitarbeitslosen Menschen in sozialversicherungspflichtige Beschäfti-gungsverhältnisse.


„Aufgrund der robusten wirtschaftlichen Lage ist die Aufnahmefähigkeit des Arbeitsmarktes gegenwärtig sehr gut. Vorrangig werden Fachkräfte und gut ausgebildetes Personal ge-sucht. Ungelernte oder geringqualifizierte Kräfte finden hingegen schwer eine berufliche Perspektive, insbesondere dann, wenn sie längerfristig ohne Beschäftigungsverhältnis wa-ren. Das SCA erschließt Betätigungsfelder für genau diesen Personenkreis und das erfolg-reich: 120 Menschen konnten bereits einen Arbeitsvertag unterschreiben. 15 Personen wurden sogar schon dauerhaft übernommen“, zieht Frank Neukirchen-Füsers, der Ge-schäftsführer des Jobcenters Dortmund, eine positive Zwischenbilanz.


Sozialdezernentin Birgit Zoerner ergänzt: „Die jahrelangen Erfahrungen der EDG und der DOLOG mit Beschäftigungen aus arbeitsmarktpolitischen Maßnahmen für die Zielgruppe der Langzeitarbeitslosen, hat sich als Vorteil erwiesen. Die daraus resultierende gute und effektive Zusammenarbeit zwischen der EDG, DOLOG, den Jobcoaches und dem Service Center lokale Arbeit als Koordinierungsstelle ist einer der Gelingensfaktoren.“


„Wenn motivierte Teilnehmer auf Arbeitgeber treffen, die bereit sind neue Wege der Mitar-beitergewinnung zu probieren, ist das Ergebnis für beide Seiten positiv. Wir gewinnen neue, engagierte Arbeitskräfte mit einer realen Chance auf eine langfristige Beschäftigung und die Unternehmen können Ihre Fachkräfte entlasten und somit weitere Kapazitäten schaffen“, bestätigt Thomas Westphal, Geschäftsführer der Wirtschaftsförderung Dortmund.


Im EDG-Unternehmensverbund werden die Beschäftigten aus dem SCA-Programm bei der intensivierten Wildkrautbekämpfung eingesetzt. Diese umfasst Bereiche, die über die sat-zungsgemäße (verkehrssichernde) Reinigung hinaus einen erhöhten ästhetischen Reini-gungsaufwand erfordern. Das Wildkraut wird u. a. an Aufpflasterungen, Verkehrsschildern, Ampelmasten sowie in Nahbereichen von Pollern auf Gehwegen, in Parkbuchten und aufQuerungshilfen bekämpft. Bei den Arbeiten werden verschiedene Verfahren kombiniert, die idealerweise für die Beschäftigung von ungelernten Kräften keine oder nur geringe Vor-kenntnisse erfordern. Die intensivierte Wildkrautbekämpfung gehört zum Maßnahmenpaket aus dem von der EDG erarbeiteten Aktionsplan Saubere Stadt. Sie trägt in besonderer Weise zur Aufwertung des Stadtbildes bei.
Die sieben Mitarbeiter, die in ein zunächst befristetes Arbeitsverhältnis im EDG-Verbund wechseln, profitieren von ihren bei der Wildkrautbekämpfung gewonnenen Erfahrungen. Ein Mitarbeiter übernimmt die Position eines Vorarbeiters bei der Wildkrautbekämpfung; vier Mitarbeiter werden bei der von der EDG übernommenen Pflege des Straßenbegleit-grüns eingesetzt. Zwei Beschäftigte aus dem Förderprogramm wechseln zu Intensivreini-gung in der Nordstadt, die über einen gesonderten Vertrag mit der Stadt finanziert wird.